Haus der Andacht

"Haus der Andacht" in Langenhain

Bahá’i-Häuser der Andacht sind Brennpunkte des Gedenkens an den Schöpfer, Ausdruck der Liebe zwischen Gott und den Menschen. Sie stehen allen Menschen offen, ungeachtet aller Unterschiede der Weltanschauung, Nationalität, Hautfarbe, Rasse oder Muttersprache.  Sie sind Orte stiller Meditation.

In ihnen steht ausschließlich das offenbarte Wort Gottes der verschiedenen Religionen unverfälscht und unverschleiert im Mittelpunkt – für den Menschen der Ausgangspunkt für die eigene Suche nach Wahrheit und Erkenntnis.

In allen großen Weltreligionen wurden und werden noch heute Orte zur Anbetung und zum Lobpreis Gottes, zur Andacht und zur Meditation geschaffen. Die Gebäude nehmen in Tempeln, Synagogen, Kirchen und Moscheen die ihnen gemäße Form an,  sind somit Ausdruck für das Wesen und die Entwicklung des jeweiligen Glaubens und spiegeln in vielfältiger Weise die Glaubensinhalte wieder.

 

Alle Sakralbauten zeichnen sich durch Schönheit, größte Sorgfalt und Kunstfertigkeit aus, um einen würdigen Rahmen für die Verehrung des Schöpfers zu schaffen.

Bahá’u’lláh fordert die Menschen auf „Aufgangsorte des Lobpreises Gottes“ oder einfach „Häuser der Andacht“ zu errichten.

 

O Versammlung der Schöpfung!

Errichtet Gebäude in äußerster Schönheit in jeder Stadt, in jedem Land, im Namen des Herrn der Religionen. Schmückt sie mit dem, was ihrer würdig ist. Alsdann verherrlicht darin in Andacht den Herrn, den Gnädigen, den Barmherzigen, im Geiste des Duftes der Eintracht.“

Bahá’u’lláh

 

Bisher wurden auf jedem Kontinent Häuser der Andacht erbaut, als wichtiger Teil und göttlich begründete Institution einer weltumspannenden Religionsgemeinschaft. Sie sind Zeugnis für die Dynamik der Entfaltungskraft und der globalen Ausrichtung der Bahá’i-Religion.

Neun Eingänge hat das Bahá’i-Haus der Andacht. Die Zahl neun symbolisiert als höchste einstellige Zahl das Umfassende, die Einheit. Den Schlussstein der Kuppel schmückt eine arabische Kalligraphie und bedeutet „O Herrlichkeit des Allherrlichen“. Das Land Hessen nahm das Haus der Andacht in Langenhain 1991 in den Kreis der Kulturdenkmäler auf.

Dem Haus der Andacht werden in Zukunft gemeinnützige und Bildungseinrichtungen angeschlossen sein wie Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Waisen-, Alten- und Pflegeheime. Gottesdienst wird im Bahá’i -Sinne erst dann Gottesdienst, wenn sich Worte mit Taten verbinden.

 „Selig der Ort und das Haus und der Platz und die Stadt und das Herz und der Berg und das Obdach und die Höhle und das Tal und das Land und das Meer und die Insel und die Au, wo Gottes gedacht und Sein Lob gepriesen wird.“

Bahá’u’lláh

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